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Als ich den Film "Black Hawk Down" zum ersten Mal sah, dachte ich auch zum ersten Mal darüber nach auf der modernen Zeitschiene zu spielen. Gefechte in einer bebauten Umgebung sahen mir wie die perfekte Herausforderung aus. Und wenn dem so war, warum sollte man sie nicht nachspielen! Und was wäre das perfekte Szenario hierfür? Die Sicherung einer der Absturzstellen in Mogadishu. Ich habe mich für die erste Absturzstelle (Black hawk mit dem Rufzeichen Super Six One) entschieden, da ich denke, dass diese für ein interessanteres Szenario sorgt. Das wichtigste an einer Absturzstelle ist natürlich der Helikopter. Also brauchte ich ein Model, das meinen Ansprüchen entsprach. Britania stellt ein Harzmodel her, aber dieses gefiel mir nicht. Die Beschädigungen entsprachen nicht meinen Vorstellungen und es war nicht detailliert genug, also entschied ich mich für einen Modelbausatz. Da wir mit 28mm Miniaturen spielen brauchten wir etwas was neben ihnen ansprechend aussah. Das sind dann Modelle im Bereich von 1:40 bis 1:50 Maßstab. Am Ende entschied ich mich für ein Revell 1:48 Model eines MH-60L Black Hawk (Bestellnummer 04458). Der Bausatz ist fast perfekt da es sich um die richtige Version des Helikopters handelt. Er enthält ein paar Teile die nicht gebraucht werden, aber dazu komme ich in einigen Augenblicken. Als erstes muss der Bausatz natürlich zusammen gesetzt werden. Ein paar Teile müssen wie gesagt weggelassen werden. Diese sind die Pilotentür, die Luftbetankungslanze und die Lastenträger weil diese in Mogadishu nicht angebracht waren. Das gleiche gilt für die Co-Pilotentür aber die ist mit dem Chasis zusammen gegossen, so das diese vorsichtig ausgeschnitten werden muss (siehe Photo). Auch sollten die M-60er (die sind eh falsch), alle klaren Plastikteile, die Geschützfenster und Schiebetüren nicht angebracht werden, da diese später im Weg wären. Die Rotorblätter sollten auch nicht angebracht werden, da diese beim Absturz abgeschert sind. Alle Lackierarbeiten an der Innenseite sollten während des Zusammenbaus gemacht werden. Gleiches gilt für die Anbringung der Feuchtschiebebilder auf der Innenseite. Die vordere Instrumententafel kann weggelassen werden, da sie am Ende eh nicht mehr in das Cockpit passt. Auch sollte der Cockpitboden vorne um ca. 5mm gekürzt werden. Das Photo zeigt meinen Helikopter in diesem Zustand, wobei die meisten offenen Stellen mit Malerklebeband verklebt sind da er später ge-airbrushed wurde. Die Hauptöffnung des Cockpits sollte zu diesem Zeitpunkt nicht abgeklebt werden, da dies später nur im Weg wäre! Als nächstes wird der Schaden erzeugt. Meine Nachforschungen haben ergeben, dass Super Six One um die Achse seines Hauptrotor kreiselte (weil der Heckrotor nicht mehr funktionierte), die Nase nach oben. Der Rumpf traf das Dach / die Wand eines Gebäudes in der Gasse in der Hubschrauber abstürzte. Der meiste Schaden hier entstand am Gebäude, so dass die Schäden am Helikopter dadurch dargestellt werden können, dass man später Kratzer auf die Unterseite lackiert. Dieser Treffer drückte die Nase scharf nach unten und dies war dann das erste Teil, was den Boden traf. Der Schaden war so schwer das die später eintreffenden Truppen sofort wussten, dass die Piloten tot waren. Der spätere Schaden muss dies also darstellen, indem der Platz im Cockpit drastisch reduziert werden muss. Auch rollte der Helikopter sofort auf die Piloten (linke) Seite was etwas mehr Kraft auf dieser Seite indizieren würde. Dies resultiert daraus, dass sich der Rotor gegen den Uhrzeigersinn dreht und der Helikopter das gleiche tut wenn der Heckrotor ausfällt. Also schnitt ich eine kleines keilförmiges Stück aus dem Rumpf unter der Tür des Piloten. Ich habe dann die Nase stark nach hinten gebogen und dabei etwas zur Pilotenseite. Der Kunststoff will seine ursprüngliche Form wieder einnehmen. Also muss man dies verhindern. Man hält also die Stelle wo sich der Kunststoff biegt neben die Flamme einer Kerze, bis dieser die gewünschte Form beibehält. Man muss aber immer auf passen, dass der Kunststoff sich nicht entzündet und man muss beachten, dass die Dämpfe so oder so giftig sind! Dieser Teil ist auch der Grund, warum der Cockpitboden gekürzt und die Instrumententafel herausgelassen werden müssen... es wäre nach dem Biegen einfach nicht mehr genug Platz. Es wird auch eine Lücke entstehen wo man den Keil ausgeschnitten hat und der Kunststoff nun überlappt. Diese muss später mit Green Stuff (oder etwas vergleichbaren) geschlossen werden. Dies sollte ein Wellenmuster haben um das gequetschte Metal darzustellen. Man denke einfach an ein Auto nach einem Unfall. Nachdem die Front auf denBoden aufgeschlagen war und der Helikopter auf die Seite gerollt war krachte das Heck auf den Boden. Einer der PJs (US Air Force Special Forces Sanitäter) an der Absturzstelle erwähnte das dieses verbogen war. Also sollte man dieses nach der gleichen Technik wie bei der Nase zur Copiloten Seite biegen, allerdings ohne etwas wegzuschneiden. Ich würde das gleiche mit dem hinteren Flügel machen. (Dies habe ich auch getan.) Ich habe ich wieder mit der gleichen Technik nach unten gebogen. Nach unten, weil ich mir vorgestellt habe das der Helikopter noch etwas rutschen würde nachdem er auf der Seite lag. Weil sowohl das Chassis wie auch der Flügel aus 2 Teilen bestehen und die Verbindungslinie in einem 90° Winkel zur der Biegerichtung verläuft wird ein Spalt zwischen den Hälften entstehen. Das lässt sich nicht ändern und diese Spalten müssen auch mit Green Stuff ausgefüllt werden. Als letztes muss noch das Rad vom hinteren Fahrwerk abgeschnitten werden. Es ist in einer Position gegossen, als ob der Helikopter nach vorne rollt und in dieser Position würde es nicht sein, wenn der Helikopter auf der Seite liegt. Der Schnitt sollte sauber sein, da das Rad in einer Position wieder angeklebt werden muss die die Gravitation ihm aufzwingen würde. Aus der Annahme heraus, dass einige Teile hart auf den Boden treffen würden, habe ich das Fahrwerk auf der Pilotenseite abgebrochen so wie einige der Fußpunkte und Antennen. Einige habe ich nur verbogen, aber das ist eine Frage des Geschmacks. Schaut Euch die Photos an... sie werden Euch ein Gefühl für das fertige Resultat geben. Auf ihnen ist nun auch das Cockpit komplett abgeklebt. Das Weiße, was man an einigen Stellen sehen kann, ist Spachtelmasse die kleben geblieben ist, als ich die Geländeplatte an den Helikopter angepasst habe.
Als nächstes sollte nun das Model lackiert werden und all die Teile angebracht werden die man vorher der Einfachheit halber weggelassen hat. (Natürlich nicht die Teile anbringen die damals nicht genutzt wurden.) Wenn man den Black Hawk lackiert sollte dies in Schwarz sein. 160th SOAR (die Einheit die Task Force Ranger geflogen hat) lackiert ihre Hubschrauber oft in Schwarz und das war in Somalia der Fall. Zum lackieren der Details kann der Bauanleitung gefolgt werden. Die Rotorblätter sollten auch lackiert werden... die kann man über den Spieltisch verteilen. Zwei Dinge sollten allerdings noch hinzugefügt werden. Eines ist das Graffiti unter der Tür des Copiloten (siehe Photo vom echten Helikopter). Es gab auch ein Graffiti auf der Pilotenseite, aber da der Hubschrauber auf dieser Seite liegt und dieser eh verdeckt wäre kann es weggelassen werden. Das andere ist das die Black Hawks damals die Nummern ihres Rufzeichen auf die Fenster der Schiebetüren gemalt hatten. Im Fall von Super six One war dies das fordere Fenster. Also sollte man hier eine "61" auflackieren. Falls Du dies tust, bevor Du die Scheibe in die Tür einsetzt, denke dran das die kurzen Seiten der Scheibe oben und unten sind. Nun sollten die Teile eingesetzt werden, die weggelassen wurden. Ich würde die Schiebetüren und Fensterrahmen separat lackieren, bevor ich die Fenster einsetze und diese dann anbringe. Die Fenster in der Nase würde ich komplett herauslassen, da diese beim Aufprall kaputt gingen. Die Windschutzscheibe passt natürlich nach dem ganzen biegen nicht mehr. Leider sind die Streben der Scheibe in diesem Teil mit eingegossen. Diese kann man leider auch nicht ausschneiden und biegen, da der klare Kunststoff hierfür nicht flexibel genug ist. Was ich getan habe ist Streifen der passenden Länge und Breite aus dem klaren Kunststoff von Miniaturenblistern zu schneiden. Nicht weil sie durchsichtig sind, sondern weil sie sich leicht biegen lassen. Diese habe ich dann an die entsprechenden Stellen der Öffnung eingeklebt und habe sie später in der Hauptfarbe des Helikopters lackiert. Beim einsetzen sollte man darauf achten, dass diese wie vom Aufprall verbogen aussehen. Etwas weiter oben habe ich gesagt habe ich gesagt das die M-60er falsch wären. Damals waren sie mit M-134 miniguns bewaffnet. Ich fand heraus, dass der Bausatz für den Italeri Pave Hawk (er teilt sich einen Teil der Spritzlingen mit diesem Model aber hat die falschen Sensoren) die richtigen Waffen enthält. Ich habe den Deutschen Großhändler dazu bekommen mir 4 von diesen separat zu verkaufen (für dieses Model und Super Six Eight). Falls dies keine Option sein sollte verkauft Cobra Company ( www.cobracompany.com ) in den USA diese auch als Aufrüstsatz. Beim Anbringen immer daran denken, dass der Hubschrauber auf der Seite liegt. Die Feuchtschiebebilder die mit dem Bausatz geliefert werden sind passend, man sollte nur nicht die mit den Graffitis anbringen. Hier sind noch zwei Photos die das fertige Model auf seinem Geländeteil (50cm x 50cm) zeigen, welches später des Kernstück des Spieltisches sein wird. Vielleicht fällt auf, dass der Hubschrauber sich hier in einer schmalen Gasse befindet, während er im Film auf einem Platz abgestürzt ist, und das hier auch nur eingeschossige Gebäude sind. Dieses Geländeteil wurde anhand von Beschreibungen der Teilnehmer der Schlacht und anhand von Satellitenphotos des Tages und Photos die ein AP Reporter den nächsten Tag aufgenommen hat gebaut. Dies ist also wesentlich genauer als der Film der sich mit dem begnügen musste was er am Drehort außerhalb Somalias vorfand. |
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| © 2004-2009, Alexander Schölling und Burkhard Schulze | ||||