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Für die Action in diesem Jahr haben wir uns entschlossen mal wieder etwas weiter in der Zeit zurück zu gehen. Also ging es zurück in das Jahr 1944....

Somit waren wir in der Normandy, genauer gesagt während Operation Cobra bei einem Angriff des amerikanischen XIX Corp auf die deutsche 2. Panzer Division. Nun war der Allierte Angriff bereits an diesem Tag schon einmal ins Stocken geraten, als ein einsamer Tiger ihre Speerspitze Angriff und sich die Amerikaner zurückziehen mussten. Der Tiger war nunmehr von der US Air Force ausgeschaltet worden, aber aus Angst, dass dort noch weitere Deutsche Brocken warten könnten, hatte das Battalionshauptquartier noch einen Howitzersherman und zwei M-10 Panzerjäger zur Unterstützung nach vorne geschickt. Nun mussten die Allieriten entlang eines 3m langen und 1,5m breiten Tisches vorrücken um durch die Deutschen Linien zu brechen.

Alles was die Amerikaner zu Beginn des Spieles sahen, war ein Bergepanther, der auf dem Weg war, den abgeschossenen Tiger zu bergen. Die restlichen deutschen Einheiten stellten sich versteckt auf.

Bei der Aufstellung entschlossen sich die Allierten Spieler gegen die offensichtliche Angriffsroute, eine Straße die sich ungefähr in der Mitte des Tisches entlang schlängelte. Auf ihrer rechten Flanke stellten sie den Sherman Dozer und den Howitzer auf. Bei diesen Einheiten waren noch die Komandosektion und Unterstützungssektion der Amerikaner die das Spiel abgesessen von ihren Halbkettenfahrzeugen begannen. Auf der linken Flanke drängten sich, angeführt von einem Sherman mit Hedgerowcutter, die beiden M-10, sowie ein Halbkettenfahrzeug und zwei LKW mit Infantrie.

Schon zu Beginn fingen für die Amerikaner auf der linken Flanke die Probleme an. Die Deutschen hatten an ihrem Ende des Spielfeldes zwei 8cm Mörser stehen, die angetrieben von einem Offizier wie wild ihre Munition verschossen. Der Einweiser, den die Deutschen unter dem Dach eines der Bauernhäuser positioniert hatten, sah die große Anzahl der ungepanzerten oder nach oben offenen amerikanischen Fahrzeuge und wies das Feuer auf diese ein. Schon einer der ersten Schüsse wich dabei glücklich ab. Während das Ziel eigentlich einer der LKW gewesen war, verfehlte einer der noch nicht ganz eingeschossenen Mörser diesen und landete mitten auf dem Heck eines der M-10. Der Schuss durchschlug die Motorabdeckung und setzte den Panzerjäger in Brand... kein Guter Anfang aus amerikanischer Sicht!

 

Auf der rechten Flanke hingegen machten sich die Panzer langsam auf den Weg, die erste Hecke zu durchbrechen, während die Kommandoeinheit langsam vorräckte und begann eben diese Hecke herauszuklettern. Die amerikanischen Mörser begannen nun die deutsche Seite unter Beschuss zu nehmen. Da sie aber noch kein besseres Ziel hatten beschossen sie bis auf weiteres nur das Wrack des Tiger um den Bergepanther an einer Bergung zu hindern.

Auf der anderen Flanken hatten sich nun die verbliebenen Panzerbesatzungen entschlossen, sich der Mörser dadurch zu entledigen, dass sie den Einweiser ausschalteten. Also begannen sie auf das nächste Bauernhaus zu schießen. Dort explodierte dann auch recht schnell eines der 75mm Geschosse im Dachgeschoss. Dies tötete dann auch einen der deutschen Scharfschützen, der sich dort versteckt hatte. Das Problem mit dem Einweiser läste dies allerdings nicht, den der war in einem anderen Gebäude.

Jetzt brachen auf dieser Flanke die Kampfhandlungen erst recht aus. Der andere Scharfschütze rächte seinen Kollegen, indem er den Ringstand-MG-Schützen in dem Halbkettenfahrzeug erschoss. Lange konnte er sich aber hierran nicht erfreuen, da die amerikanische Infanterie aus dem fahrenden Halbkettenfahrzeug ihn schwer verwundete.

Auch die deutschen Mörser hatten ihr Feuer der amerikanischen Bewegung angepasst und nach vorne verlagert. Dies zahlte sich in dem Moment aus, als der Fahrer des verbliebenen M-10 seinen Panzer genau an die Stelle fuhr, auf die sich die Deutschen einschossen. Das nächste Geschoss, das an dieser Stelle herunter kam landete exakt in dem Turm des Panzerjägers und tötete die Besatzung und brachte die gelagerte Munition zur Explosion!

 

Auf der anderen Flanke lief es nun etwas besser. Einer der amerikanischen Mörser verfehlte sein Zeil großzügig, traf einen deutschen Panzerjägertrupp der sich dort versteckt hielt und tötete eine Panzerschreckschützen. Diesen Effekt bemerkte der amerikanische Kommandant und wies seine Mörser über Funk an ihr Feuer zu verlagern. Die Panzerjäger mussten nun ihre Postion verlagern, nicht aber ohne dass noch einer der deutschen Soldaten trotz des Feuers noch den Panzerschreck aufnahm. Nachdem diese Ziele jetzt vertrieben waren verlegten die Mörser ihr Feuer nun direkt auf den Bergepanther, so dass dieser sich weiter nach hinten zurückziehen musste und zur Rache die amerikanische Kommandoeinheit mit MG-Feuer belegte.

Nun aber ging es auf der anderen Flanke erst richtig los. Der Unteroffizier der deutschen Infanterieeinheit, die sich hinter der nächsten Hecke aufhielt, kletterte diese zusammen mit einem Soldaten hoch um die Amerikaner auf der anderen Seite aus ihren Maschienenpistolen zu bestreichen. Sie fielen zwar schnell dem Amerikanischen Feuer zum Opfer, aber die amerikanische Infanterie saß nun ab, um über die Hecke anzugreifen. Oben angekommen wurden aber nun sie selbst von dem Rest der deutschen Einheit angegriffen. Aber auch die Deutschen Spieler sahen sich nun gezwungen ihren Plan zu ändern. Dadurch, dass sie die Panzerjägergruppe vor dem Mörserbeschuss hatten verlegen müssen, waren diese nun unter Umständen zu weit weg um einen schnellen Durchbruch der Amerikaner auf dieser Flanke zu verhindern. Also wurde der Panther, den sie bisher in Reserve gehalten hatten nach vorne verlegt um dies zu verhindern.

 

Auf der rechten Flanke hatten der Dozer Sherman und der Howitzer die erste Hecke durchbrochen und die nächsten Hecken unter Beschuss genommen um die deutsche Infanterie die sie dort vermuteten zu unterdrücken. Als sie durch die nächste Hecke brachen und zum ersten Mal freie Sicht auf den Tiger hatten, war die Die Überraschung aber groß. Der Tiger hob plötzlich das Rohr an und drehte den Turm. Er war von der USAF nur bewegungsunfähig geschossen worden und hatte sich tot gestellt. Nun schoss der Dozer in die Flanke des Tiger um diesen auszuschalten, bevor dieser schießen konnte. Der Schuss durchschlug so gerade die Seitenpanzerung des Tiger und traf die Tanks. Zu allem Übel ging der Tiger aber nicht in Flammen auf.

Auf der anderen Flanke kam den Amerikanern das Zögern des letzten Panzerfahrers teuer zu stehen. Dieser hatte auf Grund der sich zuspitzenden Ereignisse aus Angst vor einem Hinterhalt die nächste Hecke nicht durchbrechen wollen, bis die eigene Infanterie nicht auf die andere Seite geschaut hatte. Diese sah nun leider aus ihrer Position den näherkommenden Panther nicht und gab das Zeichen zum Durchbruch. Dies alles hatte den Panzerjägern genug Zeit gegeben in Stellung zu gehen. Kaum war der Sherman durch die Hecke, wurde er auch schon von einer Panzerfaust getroffen und ging in Flammen auf. Den Panther hatte es gar nicht mehr gebraucht. Der Durchgang war nun für die folgenden Fahrzeuge blockiert und auf dem Feld wo diese standen, wurde nun langsam aber sicher die Infanterie von den Mörsern zerfleischt. Als der Panther gerade beginnen wollte dort noch mitzumachen entschlossen sich die amerikanischen Spieler den Rückzug anzutreten.

Insgesamt möchte ich mich bei allen Spielern bedanken die teilgenommen haben (ein paar von ihnen kann man unten sehen).

Es war wie immer eine Freude einen großartigen Tag mit Euch zu verbringen und ganz besonders, dass viele dabei waren, die nunmehr schon mehrere Jahre in Folge an unseren Spielen teilnehmen.

Und ich möchte mich für die vielen guten Kommentare bedanken, die wir für das Spiel erhalten haben... das alles macht es die Arbeit wert!

© 2004-2009, Alexander Schölling und Burkhard Schulze Drucken