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Für 2007 hatten wir uns etwas ganz besonderes ausgedacht. 2006 hatte mal jemand zu mir gesagt, dass es nicht möglich sei, Point Du Hoc in irgendeinem Maßstab größer als 15mm darzustellen. Das sah ich dann als Herausforderung. Und die wurde dann auch bestanden. Als wir in Antwerpen ankamen hatten wir nun einen Grundtisch mit den Ausmaßen 1,5m x 1,5m. Auf Ihm waren die beiden mittleren Geschützbunker der Stellung, der Mannschaftsbunker, der Feuerleitbunker, zwei der Offenen Geschützstände, sowie die verbindenden Schützengräben. Daran angebaut kamen die Klippen (40cm hoch) und an Ihrem unteren Ende der Strand (0,6m x 1,5m). Wir hatten das große Glück, unseren Tisch auf der Treppe aufbauen zu können, so dass man sowohl die Geschützstellung, wie auch den Strand auf angenehmer Höhe hatte. [Vielen Dank noch mal an Johan von den Tin Soldiers!!!] Nun also zum Spiel selber. Auf der amerikanischen Seiten faden sich die E Company der 2nd Rangers, sowie das HQ der 2nd Rangers (plus eines britischen Offiziers der diese begleitete), am Strand angelandet von 4 LCAs (Landing Craft Armoured). Auf der deutschen Seite fanden sich 1 1/2 Züge der 352. Infanteriedivision welche für die Batterie verantwortlich war. Hinzu kam das Kompaniehauptquartier welches im Feuerleitstand untergebracht war. Nur ein Teil der Gräben direkt an den Klippen war zu Anfang des Spieles besetzt, da die Deutschen Verteidiger davon ausgegangen waren, dass die Alliierten wenn überhaupt von der Landseite angreifen würden. Die Aufgabe der Alliierten (wie am 6. Juni 1944 auch der der E Company) war es den Feuerleitstand, so wie die beiden Geschützbunker auf dem Tisch einzunehmen, die Geschütze in den Bunkern zu zerstören und dann die Stellung gegen einen möglichen Gegenangriff zu sichern. Zwar waren in den Bunkern nur "Quakerguns" (schwarz lackierte Baumstämme an Tschechenigel gebunden), dies änderte aber nichts an der historischen Mission. Die Aufgabe der Deutschen war es, dies zu verhindern. Während die Amerikaner Ihre Landungsboote verließen und zu den vorher die Klippen hinauf gefeuerten Seile rannten, begann das einsame deutsche MG-Nest am Rand der Klippen auf die Angreifer hinab zu schießen. Während es an den weiter entfernten Seilen großen Schaden unter den Angreifern verursachte, lag das Seil welches Ihm selbst am nächsten war im Feuerschatten, so dass die Angreifer dort zunächst gut vorankamen. Bis zwei Grenadiere an den Klippenrand eilten, um direkt hinunter zu schießen. Aber diese Beiden traf ein jähes Ende, denn auf dem Strand waren genügend Ranger, die auf Ihren Platz an den Seilen warteten und Sie gerne unter Beschuss nahmen... immerhin hatten Sie ja auch keine Deckung. So schafften es nun die ersten Amerikaner an dieser Stelle oben auf die Klippen. Kaum dort angekommen schalteten Sie schnell das Deutsche MG Nest mit Handgranaten aus. Aber auch dies machte es den ihnen nicht unbedingt einfacher. Die Deutschen hatten in der Zwischenzeit in einer der offenen Geschützstellungen ein MG auf Dreibein platziert und nahmen die Angreifer auf den Klippen unter Beschuss. Zu allem Übel kamen noch zwei deutsche Scharfschützen hinzu und so sahen die Amerikaner zu möglichst schnell in den Schutz der Schützengräben zu kommen, wo sie auch schnell auf die vorstürmenden deutschen Grenadiere trafen. Hier half den Rangern die hohe Feuergeschwindigkeit Ihrer Garands und die hohe Anzahl automatischer Waffen bei den Rangern. Aber dann waren die Deutschen dicht herangekommen und es entwickelte sich zu einem Nahkampf. Dieser würde auf Dauer für die Alliierten gut ausgehen, da sie einfach Zahlenmäßig überlegen waren. An den anderen Seilen machte sich das ausgeschaltete MG an der Klippe bemerkbar. Hier konnten die Männer nun gut voran kommen und erreichten nun auch die Spitze. Aber hier trafen sie auf neue Probleme. Die Deutschen Scharfschützen wechselten nun Ihre Ziele und nahmen diese Männer unter Beschuss. Und Ihr Weg zum nächsten Schützengraben war weiter. Die wenigen die es schafften stolperten dort aber direkt weiteren Grenadieren in die Hände, die zum anderen Einbruch eilten und so brach auch hier ein wilder Zweikampf aus. Das letzte verbliebene Seil war direkt neben dem Feuerleitbunker. Die deutschen Spieler waren der Meinung gewesen, das es besser sei, eines der beiden Ms vom Bunkereingang an die Sichtöffnung auf der Meerseite zu verlegen. Kaum oben auf der Klippe angekommen mussten sich die Amerikaner diesem MG stellen. Dazu kam noch ein deutscher Unteroffizier mit seiner Maschinenpistole aus dem Ringstand im Bunkerdach. Keine freudige Begrüßung. Bevor die Kugeln ihn erfassten schaffte es aber einer der GIs noch eine Granate durch den Sichtschlitz in den Bunker zu werfen und so die MG-Mannschaft auszuschalten. Viel Ruhe brachte dies aber nicht, da schnell zwei der Offiziere im Bunker Ihren Platz einnahmen und das MG wieder zu feuern begann. Hier hatten wir uns dann entschlossen eine Pause einzulegen. Leider ging es danach nicht weiter... wie so oft auf Messen verwickelt man sich dann doch in Gespräche und fängt nicht wieder an. Von dem Stand des Spiels als wir in die Pause gingen lässt sich aber folgendes schätzen: Wie auch bei der echten Schlacht würden sich die bessere Ausbildung, Ausrüstung und zahlenmääßige Überlegenheit der Ranger auszahlen. Gerade sobald sie in den Deutschen Schützengräben waren konnten sie sich den deutschen im Zweikampf stellen wo sie klar im Vorteil waren. Durch die Deckung der Schützengräben würden die Deutschen auch nicht die Fähigkeiten Ihrer starken MGs ausnutzen können. Gleiches gilt für die Kräfteverhältnisse. Solange die Amerikaner nur langsam oben auf den Klippen ankamen, hatten die Deutschen einen zahlenmäßigen Vorteil. Aber immer mehr Ranger in den Engen Gräben wären ihnen schnell überlegen gewesen. Der Feuerleitbunker aber würde auch hier eine harte Nuss sein. [Bei der echten Schlacht hielt dieser noch bis zum nächsten Tag aus.] In unserem Spiel hatten die Amerikaner schon begonnen das Seil in seiner Nähe nicht mehr zu benutzen weil dies am oberen Ende zu tödlich war. Für einen Angriff auf den Haupteingang hätte gleiches gegolten... immerhin waren hier zwei Schießscharten für MGs zu überwinden, bis man überhaupt die Chance gehabt hätte an die Bunkertür zu gelangen und diese zu sprengen. Alles in allem hätten die Amerikaner zwar gewonnen, hätten wohl aber nicht alle Ziele erreicht (den Feuerleitbunker). |
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